Klick – und Klage? Fotorecht am Beispiel eines Instagram-Schnappschusses mit Folgen

Rechtlich scharfgestellt von horak Rechtsanwälte Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – aber manchmal sagt es vor allem: „Sie haben Post vom Anwalt.“ In Zeiten von Instagram, Stockfotos und rasend schneller Online-Verbreitung ist das Fotorecht für Kreative, Unternehmen und Kulturschaffende wichtiger denn je. Wir zeigen anhand eines fiktiven, realitätsnahen Fallbeispiels, wie schnell ein vermeintlich harmloses Foto rechtlich brisant werden kann – und worauf man unbedingt achten sollte. Der Fall: Die Museumsaufnahme, die teuer wurde Künstlerin Lena B. besucht eine Sonderausstellung in einem renommierten Kunstmuseum in Frankfurt. Die Werke: moderne Skulpturen vor dramatischer Lichtinstallation. Lena macht ein stimmungsvolles Foto mit weiter lesen

Wenn das Stück zum Streitfall wird – Bühnenrecht am Beispiel einer Theateraufführung mit Folgen

Ein praxisnaher, fiktiver Blick hinter den Vorhang mit horak Rechtsanwälte Die neue Spielzeit startet, das Premierenfieber steigt – und plötzlich flattert eine Abmahnung ins Theaterbüro. Der Vorwurf: Unerlaubte Bearbeitung eines Bühnenwerks. Was ist passiert? Willkommen in der fiktiv nachgestellten Welt des Bühnenrechts, einem juristischen Spezialgebiet, das oft unterschätzt wird – aber im Kulturbetrieb eine zentrale Rolle spielt. Der Fall: „Kassandra reloaded“ – künstlerische Freiheit oder Rechteverstoß? Das freie Theaterensemble „Schattenlicht“ bringt in Hannover eine moderne Adaption der Tragödie „Die Troerinnen“ von Euripides auf die Bühne. In ihrer Version namens „Kassandra reloaded“ wird das klassische Drama mit aktuellen politischen Bezügen und weiter lesen

Aktuelle Entscheidungen im Kunstrecht

Hier sind aktuelle Entscheidungen im Kunstrecht mit den wesentlichen Details ohne externe Verweise: 1. Bundesverfassungsgericht – Beschluss vom 28. Juni 2021 – Az. 1 BvR 1727/17 u.a. Entscheidung: Das Bundesverfassungsgericht bestätigte die Verfassungsmäßigkeit des Kulturgutschutzgesetzes (KGSG) und wies Verfassungsbeschwerden von Kunsthändlern und Sammlern zurück, die sich gegen Ausfuhrbeschränkungen für Kulturgüter wandten. Das Gericht erklärte, dass die unbestimmten Rechtsbegriffe des KGSG verfassungskonform ausgelegt werden können. Relevante Normen: Kulturgutschutzgesetz (KGSG). 2. Oberlandesgericht Düsseldorf – Urteil vom 14. August 2024 – Az. I-20 U 167/12 Entscheidung: Das OLG Düsseldorf entschied, dass das Gemälde „Ready-Made de l’Histoire dans Café de Flore“, welches dem Künstler weiter lesen

Wir suchen Rechtsanwälte (m/w/d)

horak. RECHTSANWÄLTE FACHANWÄLTE PATENTANWÄLTE Sie haben Fragen? Rufen Sie uns einfach an. ( Telefon 0511.35 73 56-0 ) Stellenangebot – wir suchen anwaltliche Verstärkung. Dabei kommt für uns grundsätzlich jedes wirtschaftsrechtliche Gebiet, das Sie bevorzugen, in Betracht. Derzeit können wir Ihnen vor allem eine umfassende Praxis in den nachfolgenden Teilbereichen anbieten, in denen wir einen erheblichen Mandats- und Bearbeitungsüberschuss haben: Eventuell kämen auch zusätzlich die nachfolgenden Teilbereiche in Betracht, sofern auch einige der obigen (zumindest zu Beginn ebenfalls) darstellbar sind: horak. RECHTSANWÄLTE FACHANWÄLTE PATENTANWÄLTE Sie können sich gerne per E-Mail bewerben. ( E-Mail: horak@bwlh.de ) Warum unsere Kanzlei die richtige weiter lesen

Was man bei Genres berücksichtigen sollte

Genre sind Klassifikation, mit verschiedenen Ausprägungen. Genre steht fanzösisch für „Gattung“. Wir finden sie in Kunst, Film, Literatur und Musik sowie journalistischen Darstellungsformen, die nach dem räumlichen und zeitlichen Bezug des künstlerischen oder anders gearteten Inhalts eingeteilt werden. Gattung bezieht sich auf das Ausdrucksmedium, Stil auf die Formensprache, Epoche auf die räumlich-zeitliche Zuordnung und Genre auf den thematisch-motivischen Inhalt der Kunst. Rufen Sie uns einfach an! Je nach Genre sind aus rechtlicher Sicht individuelle Punkte zu berücksichtigen: Fiktionale Produktion Um Schleichwerbung und Markenrechtsverletzungen auszuschließen, ist in fiktionalen Produktionen wie Filmen oder Serien zu prüfen, welche Requisiten zum Einsatz kommen. Gemälde weiter lesen

Museumsgut sammeln und erwerben

Museen haben die Aufgabe Museumsgut zu sammeln, also zu erwerben. Diese bedeutende Aufgabe findet nicht im rechtsfreien Raum statt. Museen sollten bereits beim Erwerb von Objekten darauf achten, dass diese Aufgabe rechtlich einwandfrei stattfindet und auch mögliche zukünftige Probleme vorab bedenken. Rufen Sie uns einfach an! Von Pflanzen über Gemälde bis zu Gebeinen kann ein Museum verschiedene Objekte sammeln. Aber auch Möbel und Maschinen, Briefe und Faustkeile können für ein Museum interessant sein. Der Erwerbung von Museumsgut ist komplex, das führt dazu, das jede Regelung individuell unterschiedlich ist. Das Museumsrecht reicht darum vom Kauf von Museumsgegenständen wie neue Kunst- und weiter lesen

Zweckübertragung bei Verträgen

Die Regelungen der Zweckübertragung sind bedeutend für das Urheberrecht. Rechtsanwalt Dipl.-Ing. Michael Horak, LL.M. Unzureichende Vereinbarung Sobald es in einem Vertragsverhältnis keine oder nur eine unzureichende Vereinbarung hinsichtlich der Nutzungsrechte gibt, greift die Zweckübertragung. Vereinbaren Sie einen Termin mit uns für eine erste Beratung. Inhalt der Zweckübertragungslehre Bei der Zweckübertragungslehre umfasst der Vertrag nur die erforderlichen Nutzungsrechte. Das heißt die Rechte also für den eigentlichen Zweck des Vertrages. Alle weiteren Rechte sind weiterhin dem Urheber vorbehalten.   Zweck der Zweckübertragung Die Zweckübertragung soll den Urheber schützen. Es wird nämlich angenommen, dass er seine Rechte nicht über den Vertragszweck hinaus übertragen wollte. Somit weiter lesen

Kein Entschädigungsanspruch eines 44-jährigen wegen Versagung des Zutritts zu einer Musikveranstaltung für junge Zielgruppe (18-28 Jahre)

Bundesgerichtshof zu einem Entschädigungsanspruch wegen Versagung des Zutritts zu einer Musikveranstaltung Urteil vom 5. Mai 2021 – VII ZR 78/20 Der unter anderem für Rechtsstreitigkeiten über Werkverträge zuständige VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute über eine Klage auf Zahlung einer Entschädigung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wegen Versagung des Zutritts zu einer Musikveranstaltung entschieden. Sachverhalt und bisheriger Prozessverlauf: Der seinerzeit 44-jährige Kläger wollte im August 2017 ein von der Beklagten veranstaltetes Open-Air-Event in München besuchen, bei dem über 30 DJs elektronische Musik auflegten. Die Veranstaltung hatte eine Kapazität von maximal 1.500 Personen, ein Vorverkauf fand nicht statt. Ein Ticket konnte weiter lesen

Die Angabe des falschen Künstlers einer Zeichnung in einem Katalog ist ein Mangel und berechtigt zum Rücktritt vom Kaufvertrag

1. Eine Zeichnung, die entgegen der vom Verkäufer erstellten Katalogbeschreibung nicht der Hand des konkret benannten Künstlers zuzuordnen ist, ist mangelhaft. 2. Ein Verkäufer, der sich hinsichtlich der Herkunftszuordnung entgegen einer schriftlich publizierten Einschätzung eines Experten auf mündliche Angaben anderer Sachverständiger verlässt, handelt arglistig im Rechtssinne, wenn er die Herkunftszuordnung des Experten in seiner Katalogbeschreibung ohne Einschränkung als, ‚fälschlich zugeschrieben‘ bezeichnet, ohne die ihm zugetragenen gegenteiligen mündlichen Angaben hinlänglich kritisch überprüft zu haben. Oberlandesgericht Frankfurt am Main zu 19 U 188/15 vom 03.05.2018